Spanische Unternehmen suchen Personal – Dringend!

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Fast die Hälfte aller spanischen Unternehmen hat Schwierigkeiten, neue Mitarbeiter zu finden. Das geht aus aktuellen Zahlen zum Arbeitsmarkt hervor. Vor allem Branchen wie das Bauwesen, das Gastgewerbe und die Landwirtschaft leiden unter einem großen Personalmangel. Für viele Unternehmer wird es immer schwieriger, offene Stellen zu besetzen.

Am größten ist das Problem im Baugewerbe. Dort geben mehr als 63 Prozent der Unternehmen an, dass sie kein geeignetes Personal finden können. Auch im Gastgewerbe ist die Situation besorgniserregend: Fast 57 Prozent der Unternehmen geben an, dass ihnen Arbeitskräfte fehlen. In der Landwirtschaft liegt dieser Prozentsatz bei etwa 54 Prozent. Dies sind die höchsten Zahlen seit Beginn dieser Erhebungen vor einigen Jahren.

Auffällig ist, dass Spanien gleichzeitig immer noch eine relativ hohe Arbeitslosigkeit hat. Dennoch entsprechen die Profile der Arbeitssuchenden oft nicht den Anforderungen der Unternehmen. Arbeitgeber suchen Menschen mit spezifischen Erfahrungen oder Fähigkeiten, während viele Arbeitslose diese nicht haben oder nicht in diesem Sektor arbeiten wollen.

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Darüber hinaus spielt die Überalterung eine wichtige Rolle. Ein großer Teil der derzeitigen Arbeitnehmer ist über 50 Jahre alt und wird in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen. Vor allem in körperlich anstrengenden Berufen führt dies zu zusätzlichen Problemen, da nicht genügend junge Arbeitskräfte bereitstehen, um sie zu ersetzen.

Auch die Anwerbung ausländischer Arbeitnehmer bietet nicht immer eine Lösung. In vielen Fällen verfügen sie nicht über die richtige Ausbildung oder Erfahrung, oder es dauert zu lange, bis alle Papiere geregelt sind. Dadurch bleiben Stellen manchmal monatelang unbesetzt.

Für einige Unternehmen hat der Personalmangel inzwischen direkte Folgen. Sie müssen ihre Öffnungszeiten anpassen, Aufträge ablehnen oder Wachstumspläne verschieben. Experten zufolge besteht ein dringender Bedarf an besseren Ausbildungs- und Umschulungsangeboten sowie einer besseren Abstimmung zwischen Bildungssystem und Arbeitsmarkt.

Quelle: Agenturen